Lederjacken für Herren
Lange hat die Lederjacke nur für einen einzigen Look gestanden: rebellisch, laut, ein bisschen Kostüm. Das hat sich geändert. Heute ist sie schlicht eine der vielseitigsten Jacken im Schrank – sie funktioniert zur Jeans genauso wie zur Anzughose –, und die Frage ist längst nicht mehr, ob sie zu dir passt, sondern welcher Schnitt.
In unserer Auswahl an Lederjacken für Herren reicht die Spanne von der rockigen Bikerjacke bis zur eleganten Wildlederjacke in Velours-Optik – mit Fly-Away-Kragen, Bandkragen, Baseballkragen oder hochgeschlossen, in Schwarz, Braun und Grün.
Die Bikerjacke: die Lederjacke mit Kanten
Asymmetrischer Reißverschluss, breites Revers, oft ein Schulterriegel und Zierknöpfe an den Taschen. Die Bikerjacke ist die Form, an die die meisten zuerst denken, wenn von einer Herren Lederjacke die Rede ist.
Sie ist auch die Variante mit der stärksten Aussage. Das ist ihr Reiz und gleichzeitig ihre Einschränkung: Zum Anzug wird sie nie funktionieren, dafür zu Jeans und T-Shirt praktisch immer. Wer eine zweite Lederjacke kauft, kauft oft diese – als erste ist sie die mutigere Wahl.
Der Lederblouson: die vielseitigste Variante
Wenn du nur eine Lederjacke besitzen willst, ist das hier die Antwort. Der Lederblouson hat einen geraden, kurzen Schnitt, einen mittigen Reißverschluss und deutlich weniger Beschläge als die Bikerjacke. Eleganter, ruhiger, breiter kombinierbar.
Ein Blouson in Schwarz oder Braun trägt sich zum Hemd genauso wie zum Sweatshirt. Genau deshalb ist er bei uns auch die am häufigsten vertretene Bauform – der Fly-Away-Kragen, der die größte Gruppe in unserem Sortiment ausmacht, gehört zu diesem Jackentyp.
Fliegerjacke und gesteppte Modelle
Die Fliegerjacke stammt aus der Pilotenausstattung und trägt dieses Erbe am sichtbarsten: große Pattentaschen, Rippenbündchen an Saum und Ärmeln, teils ein Fellkragen. Sie ist die wärmste der Formen und die mit dem meisten Charakter.
Gesteppte Lederjacken sind die jüngere Entwicklung. Die Steppung gibt der Jacke zusätzliche Struktur und etwas mehr Wärme, ohne dass sie auftragen muss – eine gute Zwischenlösung für alle, denen eine klassische Lederjacke im Winter zu dünn ist.
Lederjacken: Wieso Leder nicht gleich Leder ist?
Echtleder ist atmungsaktiv, reguliert die Körperwärme und entwickelt über die Jahre eine Patina, die kein neues Material nachbilden kann. Lammleder ist dabei besonders weich und bequem, Rindsleder strapazierfähiger und damit die klassische Wahl für Bikerjacken. Veloursleder – umgangssprachlich Wildleder – hat eine samtig-matte Oberfläche und wirkt weicher und weniger glänzend.
Daneben stehen Kunstlederjacken und Modelle in Lederoptik: leichter und pflegeleichter. Welches Material in einer bestimmten Jacke steckt, steht in der Produktbeschreibung – bei diesem Kleidungsstück lohnt sich der Blick besonders, weil es Griff, Pflege und Lebensdauer gleichermaßen bestimmt.
Leder verzeiht keine falsche Größe, weil der Stoff nicht nachgibt wie Baumwolle. Drei Punkte entscheiden:
- Die Schulternaht sitzt exakt auf der Schulterkante.
- Die Jacke endet auf Hüfthöhe, bei Blousons gern knapp darüber.
- Geschlossen sollte noch ein dünner Pullover darunterpassen, ohne dass es über der Brust spannt.
Ein schmaler Schnitt betont dabei die Silhouette, ein weiterer gibt mehr Bewegungsfreiheit. Die genauen Maße findest du im Größenberater. Und ein Hinweis aus der Praxis: Echtleder gibt sich nach einigen Wochen minimal – zu groß gekauft wird es dadurch aber nicht besser.
Die Lederjacke in Schwarz, Braun oder Grün
Schwarz ist die vielseitigste Wahl und bei uns die größte Gruppe – sie funktioniert abends, im Herbst und zu praktisch jeder Hose. Braun wirkt wärmer, weicher und weniger streng; eine braune Lederjacke sieht mit den Jahren oft noch besser aus als am Anfang, weil sich die Patina auf hellerem Leder deutlicher zeigt.
Und dann gibt es Grün als die seltenere Option für alle, die schon eine dunkle Jacke besitzen und etwas Eigenes suchen.
Die Lederjacke kombinieren
Der sicherste Einstieg: weißes T-Shirt, dunkle Jeans, schwarze Lederjacke. Diese Kombination sieht seit sechzig Jahren gut aus und wird es weitere sechzig tun.
Im Herbst kommt ein feiner Pullover darunter – Leder ist windabweisend, aber nicht besonders warm, die Isolation muss also von innen kommen. Für den erwachseneren Look ein ruhiges Hemd statt Shirt, unten Boots statt Sneaker. Und wer sie ins Büro tragen will, kombiniert sie mit einer Stoffhose statt mit Denim.
Lederjacken richtig Pflegen
Bei kaum einem anderen Kleidungsstück zahlt sich Pflege so direkt aus – eine gut gepflegte Echtlederjacke hält bis zu zwanzig Jahre.
Lederjacken brauchen wenig, aber regelmäßig. Staub und leichte Flecken mit einem leicht feuchten Tuch abnehmen, anschließend trocknen lassen. Alle vier bis sechs Wochen eine passende Lederpflege auftragen, damit das Material geschmeidig bleibt und nicht spröde wird. Veloursleder wird stattdessen mit einer speziellen Bürste aufgeraut.
Und zum Aufbewahren: immer auf einem breiten, geformten Bügel. Schmale Drahtbügel drücken sich nach wenigen Wochen dauerhaft in die Schulter, und das bekommt man nicht wieder heraus.
Und vergiss nicht, dir unsere restlichen Jacken anzuschauen
Wenn du für den Winter noch etwas Wärmeres suchst, schau gleich zu unseren Steppjacken – oder stöbere durch die gesamte Jacken-Kollektion. Wir sind uns sicher: Für dich ist das Richtige dabei.
Wie reinigt man eine Lederjacke?
Damit du an deiner Bikerjacke so lange wie möglich Freude hast, ist es wichtig zu wissen, wie du sie reinigst. Da es jedoch nicht nur eine Leder-Art gibt, gibt es hierauf auch leider nicht nur eine Antwort. Wir haben dir hier jedoch die wichtigsten Do’s & Don’t in Sachen Lederjacken-Reinigung zusammengefasst, die du auf jeden Fall beachten solltest:
1. Flecken so schnell wie möglich entfernen
Damit der Fleck die Poren des Leders gar nicht erst komplett durchdringen kann, solltest du ihn so schnell wie möglich entfernen. Greife am besten zu einem Taschentuch oder einem Papiertuch und sauge den Fleck damit auf.
2. Eine weiche Bürste verwenden
Oft genügt es schon, deine Bikerjacke abzubürsten, um sie von Schmutz und Staub zu befreien. Greife jedoch immer zu einer weichen Bürste – harte Borsten könnte nämlich dafür sorgen, dass das Leder beschädigt wird.
3. Niemals zu fest reiben
Ob du zum Reinigen deiner Lederjacke nun ein Tuch oder eine Bürste verwendest - du solltest mit beidem niemals zu fest aufdrücken, sondern lediglich leicht auf dem Leder reiben. Denn schließlich möchtest du am Ende ja kein Loch in deiner Jacke haben.
4. Auf direkte Hitze verzichten
Du solltest deine Lederjacke keiner direkten Hitze aussetzen. Lege sie zum Trocknen also weder in die Sonne noch über eine Heizung. Aber auch einen Föhn solltest du lieber nicht zur Hand nehmen, wenn es um die Reinigung deiner geliebten Jacke geht.
5. Vor dem ersten tragen imprägnieren
Auch wenn man es kaum abwarten kann, seine neue Jacke anzuziehen, sollte man sich dennoch die Zeit nehmen, sie vor dem ersten Tragen zu imprägnieren. Achte jedoch darauf, dass du je nach Leder-Art das richtige Imprägnierspray verwendest und beim Sprühen ausreichend Abstand zur Jacke lässt.